Letzte Aktualisierung:
08.11.2014

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ZUPFENSEMBLE  WUPPERTAL 1919

Einige junge Mitglieder des 1919 gegründeten "Wander- und Musikvereins Harmonie“ fanden sich zusammen, um unter Leitung von Ludwig Mauelshagen den Sprung zum anspruchsvollen Musizieren zu wagen. 1920 wurde dann der Verein in „Elberfelder Mandolinen Gesellschaft 1919“ umbenannt. Nach erfolgreichem Erlernen der Notenschrift und dem Beitritt weiterer Spieler fand bereits am 30.11.1921 das erste Stuhlreihen-Konzert statt. Eintrittspreis 5 Mark plus 1 Mark Kartensteuer plus 1,50 Mark fürs Programm (siehe Historie). Es folgten jährlich zwei Konzerte und zusätzliche Mitwirkungen bei zwei Probenabenden pro Woche.

Unmittelbar nach Aufnahme der Sendetätigkeit des WDR im Jahr 1925 erfolgten die ersten Rundfunkaufnahmen mit der EMG, die zum Teil ganze Abendsendungen füllten. Was in dieser Zeit von den Orchesterspielern geleistet wurde, mag man daraus ersehen, daß diese Aufnahmen mehrmals jährlich erfolgten und live, also ohne die Möglichkeit einer Fehlerkorrektur, gesendet wurden.

1934 trennt sich Ludwig Mauelshagen mit 13 Spielern von der EMG und gründet die noch heute bestehende Mandolinen Konzert Gesellschaft Wuppertal. Nach kurzer Übergangszeit trat im Herbst gleichen Jahres Thalia-Kapellmeister Alfred Reinecke sein 18 Jahre dauerndes Amt als Dirigent an.

Durch die Kriegswirren des 2. Weltkrieges kam die Vereinstätigkeit fast ganz zum Erliegen. Doch schon kurz nach Ende des Krieges nahmen einige der ehemaligen Mitglieder, die den gegenseitigen Kontakt nie verloren hatten, die musikalische Tätigkeit unter Leitung von Alfred Reinecke wieder auf. Das Orchester nahm eine rasante Entwicklung und zählte mit teilweise über 50 Mitgliedern zu den leistungsstärksten seiner Zeit. So war es nicht verwunderlich, dass der Verein von Wettstreit zu Wettstreit (die damals große Mode waren) eilte und regelmäßig mit ersten Preisen heimkehrte. Leider haben es unsere Vorgänger in der Euphorie dieser Hochblüte versäumt, Ausbildung und Nachwuchsarbeit zu betreiben, was wir heute noch schmerzlich fühlen.

1952 übergab Alfred Reinecke altersbedingt die Leitung an Kapellmeister Fritz Hähner, einem Jugendfreund vieler Mitlieder des Orchesters, und es kam zur Fusion mit dessen Mandolinenorchester „Orpheus“. Da die Wettstreite allmählich aus der Mode kamen, die frühere Zusammenarbeit mit dem WDR nach dem Krieg nicht mehr gepflegt worden war und auch keine Verbindungen zu Plattenfirmen bestanden, nahm der Bekanntheitsgrad der EMG rapide ab.

Trotzdem wurde eine rege Konzerttätigkeit aufrechterhalten, so das 1966 nach dem Tod von Fritz Hähner der Taktstock von Gregor Preute übernommen werden konnte, der bereits eine kleine Jugendgruppe innerhalb des Orchesters leitete.

Das Überleben des Vereins wurde jedoch immer schwerer, da außer dem alten Stamm und der Jugendgruppe die gesamte mittlere Altersschicht fehlte. So wurde 1982 unter Federführung von Friedhelm Bangert mit der Wuppertaler Mandolinen Gesellschaft 1921/22 (WMG) eine Spielgemeinschaft gegründet, deren Leitung er dann auch übernahm.

Die weitere Entwicklung lesen sie unter „über uns“.